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Die Quantenphysik hat zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts das auf der klassischen Physik basierende Weltbild grundlegend verändert. In ihrer Weiterentwicklung steht man heute bereits an den Anfängen der sogenannten "Bewusstseinsphysik". Man spricht davon, dass die geistigen Fähigkeiten auch Hauptprozesse sind, die wiederum viel mit quantenphysikalischen Prozessen gemeinsam haben. So wird die Bewusstseinsphysik heute auch als die "Spitze des Eisberges" betrachtet.

Vor allem aus dem ersten Hauptsatz der Thermodynamik weiß man, dass Energie weder gewonnen noch verloren werden kann. Daraus kann man ableiten, dass es im Universum keine Energieverbraucher oder -quellen gibt, sondern lediglich Umwandler. Die Bestätigung dieses Wissens finden wir im ewigen Rhythmus der beiden Grundkräfte vieler Philosophien, dem sogenannten Yin & Yang, die stellvertretend für das weibliche und männliche Prinzip stehen. Das Leben ist ein "schwingendes Wechselspiel" dieser beiden Kräfte, das sich im Tao vereinigt und zur Ganzheit transzendiert wird.

Wir wissen, wenn ein abgeschlossenes System sich selbst überlassen wird, strebt es immer den Zustand größter Unordnung an. Chaos stellt also die Basis des Lebens dar. Da die Natur aber nach dem energetisch effizientesten System arbeitet, entspricht dies auch dem energetisch niedrigsten Niveau.
Das Element Wasser als der "irdische" Vertreter hat das Bedürfnis und die Intelligenz, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Das entspricht auch dem Grundprinzip der Natur als Ausrichtung auf höchste Effizienz. Dies stellt für eine beliebige Strukturierung/Formgebung die optimale Basis dar, da sich mit geringstem Aufwand an "zusätzlicher" (gewandelter) Energie eine unendliche Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten auftut. Das energetisch niedrigste Niveau stellt also auch die größte Unbewusstheit dar, die Natur selbst. Um dem "begegnen" bzw. "gegenübertreten" zu können, braucht es Bewusstsein. Die "Grundmatrix" des Lebens aber ist das Unbewusste. Somit entspricht das Bewusstsein der höchsten Erkenntnis, der Spitze des Eisberges.

Vergleichen kann man das Bewusstsein zum Beispiel mit einer CAD-Zeichnung. Dort werden verschiedene Zeichenebenen definiert, sogenannte Layer, auf denen gezeichnet wird. Man kann einzelne Layer ausblenden. So bleiben nur Dinge sichtbar, die zum Zeitpunkt der Betrachtung oder Bearbeitung sinnvoll erscheinen. Ist die Zeichnung fertig, schaltet man alle wesentlichen Layer, die man zur Darstellung verwendet hat, wieder ein und druckt diese aus. Es ist zwar potentiell immer das ganze Bild vorhanden, doch nur definierte Teile davon sind sichtbar.

Auf das Bewusstsein umgelegt heißt dies folgendes: Abhängig vom individual spezifischen Bewusstsein des Betrachters zum Zeitpunkt der Betrachtung ist entweder alles oder sind nur Teile vom Gesamtbild erkennbar. Erst die Betrachtung aller Ebenen lässt dann das Gesamtbild erkennen. Vorher ist es immer nur eine Interpretation bzw. Interpolation.

Davon leiten wir ab: Bewusstsein ist grundsätzlich potentiell ganz. Es gibt daher auch keine Bewusstseinserweiterung. Somit kann man nur etwas aufdecken und zeigen durch Hinzugewinnung von Perspektiven – eine Scheuklappe geht auf, neue Blickwinkel kommen hinzu.



Je bewusster wir sind – im Vergleich zu einem Berg entspricht es der Nähe zum Gipfel –, desto mehr können wir von dem, was sich uns zeigt, überblicken und wahrnehmen. Und desto weiter können wir sehen.

Diese Erkenntnis lässt erahnen, dass der Weg, den wir in unserem Leben beschreiten, immer der richtige ist. Es mangelt uns jedoch am "Überblick" über das Geschehen und in weiterer Folge am Verständnis um die "Korrektheit" der Dinge, die passieren, weil wir sie in keinen Zusammenhang bringen können.

 

Alles Leben im Universum basiert auf Rhythmus. Erst periodische Erscheinungen ermöglichen einen Schwingungsprozess. So kommt es über den Faktor Zeit zu einer immer klareren Herausarbeitung der Dinge, um die es sich dreht.

Die Aufforderung des Lebens liegt demnach darin, dass das, was ist, als solches erkannt werden soll. Wenn dem nicht so ist, dann bringen wir durch zusätzliche Bewegungen weitere Elemente in das bestehende System ein. Das versetzt die Dinge nun wieder nur in nochmalige Schwingungen. Letztlich beginnt sich alles nur noch mehr aufzuschaukeln.

In Ableitung der thermodynamischen Hauptsätze strebt dieses System der zwei Kräfte von sich aus immer ins Gleichgewicht. Und diesen Zustand nimmt es ein, wenn man es nur lässt. Es liegt also im Bestreben der Natur, die Dinge ins Gleichgewicht zu bringen, wie immer dieses auch aussehen mag.

Es ist also eine Frage des Standortes des betrachteten Systems, um erkennen zu können, in welchem Zustand es sich befindet, wo es steht und worum es sich handelt. Dann erst wissen wir, welche Schritte prozessunterstützend ergriffen werden können.

Denn:
"Erst wenn wir wissen wo wir sind,
dann können wir auch erkennen,
warum die Dinge sind so wie sie sind."


Norbert Adam, Februar 2006

 



 
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